Projektgruppe: Hygiene in Prozesswässern

VUP-PG Hygiene in Prozesswässern
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Die VDI-Richtlinie 2047/2 zum hygienischen Betrieb von Rückkühlwerken fordert regelmäßige mikrobiologische Untersuchungen durch akkreditierte Laboratorien. Zudem werden Rückkühlwerke unter diesem Gesichtspunkt zukünftig voraussichtlich auch im Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) berücksichtigt.

Nach den Erfahrungen liefert die gegenwärtige Laborpraxis bei der Bewertung der Legionellen nur dann belastbare Ergebnisse, wenn bei der Bearbeitung zahlreiche Faktoren Beachtung finden. Diese bedürfen zum Teil noch der Abklärung.

Ziel der am 30.09.2015 gegründeten Projektgruppe ist es, bei Prozesswässern mit höherer mikrobiologischer Grundbelastung Faktoren genauer zu untersuchen, die maßgeblichen Einfluss auf den Grad der Wiederfindung von Keimbelastungen (insbes. Legionellen) in Kühlwässern haben. Innerhalb der Grenzen der vorgegebenen ISO-Norm, soll aus den gewonnenen Erkenntnissen schließlich eine Leitlinie resultieren.

Sachstand:

Zunächst wurden in drei Ringversuchen gegenwärtig praktizierte
Verfahren der in der Projektgruppe mitarbeitenden Laboratorien sowie der
Einfluss der Nährmedien bewertet.
Auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten beiden Ringversuche wurde ein
Standardverfahren zur Probenahme und mikrobiologischen Untersuchung von
Prozesswässern erarbeitet, das besonders die hohe bakterielle Hintergrund-
belastung berücksichtigt.
Zwischenzeitlich griff das Umweltbundesamt das VUP-Vorhaben auf und beabsichtigt
das Verfahren in einer offiziellen "Empfehlung" zu vereinheitlichen.
Dazu wurde seitens des UBA eine Expertengruppe berufen, in der auch die VUP-
Projektgruppe mit drei Delegierten vertreten ist.
Das seitens des VUP erarbeitete und in den Ringversuchen erprobte Verfahren
wurde in diese Expertengruppe eingebracht.

Sobald die im Entwurf vorliegende UBA-Empfehlung veröffentlicht ist,
beabsichtigt der VUP einen 4. Ringversuch anzubieten, der diese Empfehlung
aufgreifen und erproben wird. Zudem sollen dabei die chemisch-physikalischen
Einflüsse auf das Anzuchtverhalten der Legionellen berücksichtigt werden.



Vorsitz
Otto Theobald
Diplom Ingenieur (FH)
Watch Industrial Waters GmbH

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