Mai 2026
Das aktuelle VUP-Konjunkturbarometer aus dem 1. Halbjahr 2026 zeigt eine sehr gedämpfte Entwicklung der Stimmungslage in der Laborbranche an. Die aktuelle Auftragslage wird nur noch mit +0,1 und die prognostizierte für das kommende Halbjahr mit +0,0 (auf einer Skala von -2 bis +2) etwas zurückhaltender bewertet als noch im Frühjahrs-Konjunkturbarometer 2025 (+0,1). Besonders sichtbar wird dieses bei der Investitionsplanung: Hier fallen die Bereiche Werbung und Immobilien mit -0,3 auf und zeigen an, dass viele Unternehmen Einsparungen vornehmen wollen. Selbst die Anschaffung von Analysetechnik tendiert mit nur noch +0,2 (Herbst 2025: +0,4) in diese Richtung. Einzige Ausnahme bleiben die geplanten Ausgaben für Digitalisierung (+0,7).
Stagnierende Entwicklung der Konjunkturaussichten
Die Stimmung hat sich demnach weiter eingetrübt: Während 34 % der Befragten die aktuelle Auftragslage als positiv bewertet und 25 % der Mitglieder diese als negativ einschätzt, erwartet die Mehrheit in den kommenden 6 Monaten (39 % der Befragten) stagnierende Konjunkturaussichten. Knapp ein Drittel der Befragten rechnet sogar mit einer leichten Verschlechterung der Auftragslage. Die durchschnittliche Umsatzerwartung tendiert in die gleiche Richtung: So geben fast 94 % der Teilnehmenden an, stagnierende oder nur leicht verbesserte Umsätze in den kommenden 6 Monaten zu erwarten.
Die privatwirtschaftliche Laborbranche bestätigt damit etwas zeitversetzt den gesamtwirtschaftlichen Trend, der durch die langsame Erosion einst bedeutender Branchen sichtbar wird. Trotzdem geben die Daten auch verhaltenen Grund zum Optimismus, denn eine signifikant negative Entwicklung ist nicht zu erkennen. Im Anhang die Daten im Überblick:
Auftrags-/StimmungsLage

AuftragsLAGE Erwartung (6 Monate)


INVESTITIONEN


Personal
Trend